Ein Protestcamp von Punkern auf Sylt auch im Jahr 2026? Die Veranstalter der ‚Aktion Sylt‘ hatten es beantragt. Doch der Kreis Nordfriesland lehnte Anfang Mai 2026 den Antrag ab – eine Demonstration sei auch ohne Camp möglich. Innerhalb eines Monats ist ein Einspruch der Veranstalter gegen den ablehnenden Bescheid möglich.
„Mir scheint, daß die sich,,maskulin“ gebenden Schwulen im Bewußtsein der Kleinbürgerwelt mehr und Besseres bewirken als das ermüdende Vorzeigen eines ,,Kreischtunten-Wahns“. (Wenn es einen ,,Männlichkeitswahn“ gibt, den es sicher gibt, muß es ergo auch die Entsprechung dafür geben, nein?) …
Natürlich könnte nun eine endlose Diskussion darüber ausbrechen: Was ist das, ein Mann? …
Ich bin sicher, daß sich hinter den meisten Traumbildern schwuler Wunschvorstellungen etwas anderes verbergen wird, als ein Kerl, dessen Körper, Hirn und Fühlen tagaus tagein mit Pailletten verklebt ist! …
In der sich maskulin oder super-maskulin darstellenden schwulen Welt hat die Gettobildung im Getto einen eher noch höheren Stellenwert. Wenn man die Wände eines Leder-Club-Lokals betrachtet, sieht man den Vereinsmeierwahn in voller Aktion. …
Was wurde aus den Leder-Clubs? In den meisten Fällen etwas Enges, Bigottes, Elitäres… Gruppen, die fast immer zur Selbstdarstellung die Figur des negativen Außenseiters brauchen, also genau konkret das Gegenteil dessen, was man im Moment der Gründung – fast wie die Lösung einer Loge – an ethischem Anspruch auf die Fahne schrieb: Kameradschaft wohl vor allem. …
Aber zurück zu uns: Ihr da in den Vereinen und Grüppchen, die da mit den Pailletten auf den Tüll-Fummeln und ihr Lederkerle mit den nietenübersäten Kerls-Cledagen (das sind eure Pailletten, es ist kaum ein Unterschied!) überlegt Euch doch mal, ob das Leben so amüsant wird wie ihr glaubt, wenn ihr die paar Einzelfiguren, diese paar Individualisten die ihr noch übrig gelassen habt, auch noch umbringt:
Herbert Tobias: 10 Jahre später – Gedanken über uns und die siebziger Jahre. Schlechte Zeiten für Individualisten. in: him applaus Jubiläumsausgabe, Nr. 5/6 Mai/Juni 1980
Was wollt ihr tun, wenn sie nicht mehr da sind, woran wollt ihr euch darstellen, wenn der bitter-nötige Kontrast zu eurer Selbstbefriedigung nicht mehr vorhanden ist?
Denn schwarz – ohne daß es weiß gäbe, ist nichts! Denkt! Es ist fünf vor zwölf. – Oder doch schon danach?“

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Herbert Tobias (1924 – 1982) gilt als einer der bedeutendsten deustchen Fotografen der Nachkriegszeit. Herbert Tobias starb am 17. August 1982 in Hamburg an den Folgen von Aids (als einer der ersten Prominenten in Deutschland). Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof Hamburg Altona.
Mein beinahe erstes Tattoo
1980 /1981 begann ich das schwule Leben Hamburgs zu entdecken. Ich studierte zu der Zeit in Bremerhaven. Die schwule Szene Bremerhavens wurde mir allerdings bald zu überschaubar, zu wenige Möglichkeiten andere Schwule ungefähr meines Alters zu treffen. Und auf die Idee, selbst gemeinsam mit anderen in Bremerhaven eine Schwulengruppe zu gründen (die Schwule Aktion Bremerhaven) kam ich erst später.
das radikal Böse (Hannah Arendt 1951)
„Was das radikal Böse nun wirklich ist, weiß ich nicht, aber mir scheint, es hat irgendwie mit dem folgenden Phänomen zu tun: Die Überflüssigmachung von Menschen als Menschen (nicht sie als Mittel nutzen, was ja ihr Menschsein unangetastet lässt, sondern sie qua Menschen überflüssig zu machen).“
Hannah Arendt an Karl Jaspers, Brief 7. März 1951
Horn to be Wild 2025
Dr. Demetre Daskalakis war von 2020 bis August 2025 in Führungspositionen an den US-amerikanischen CDC. u.a. als Leiter der Abteilung HIV-Prävention und später als Direktor der Abteilung für Immunisierung und Atemwegserkrankungen (NCIRD). Während der Präsidentschaft von Joe Biden war er stellvertretender Koordinator im Weißen Haus für MPox.

Nach dem Sturz der CDC-Direktorin Susan Monarez durch die Trump-Administration trat Daskalakis im August 2025 gemeinsam mit anderen hochrangigen CDC-Führungskräften zurück. Als Grund gab er Medien gegenüber u.a. an, die Wissenschaft werde kompromittiert:
„Die Brandmauer zwischen Wissenschaft und Ideologie ist vollständig zusammengebrochen“
Dr. Demetre Daskalakis am 31.8.2025 im US- TV-Sender ABC
In einem Interview mit Mark S. King (publiziert auf POZ am 1.9.25) äußerte er sich kurz darauf u.a. zur Frage des ‚public health fascism‘:
Taxi zum Klo – 4K Restaurierung
Taxi zum Klo – der Spielfilm von Frank Ripploh aus dem Jahr 1980 erscheint rechtzeitig zum 45. Jubiläum in einer restaurierten Fassung in 4K Auflösung.
Die Kino- Uraufführung der restaurierten Fassung fand am 1. August 2025 in New York statt. Die ursprüngliche Fassung hatte US- Uraufführung 1981 beim New York Film Festival, damals sahen über 200.000 Menschen ‚Taxi to the toilet‘.
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Watt en Schlick Fest 2025
gefährliche Anführer
„Es gibt Leute, die nicht trotz, sondern wegen ihrer Vulgarität und offensichtlichen Gefährlichkeit zu Anführern gewählt werden.“
Jan Philipp Reemtsma, Antisemitismus – Was gibt es da zu erklären?, in: APuZ 25-26/2024


