Zuletzt aktualisiert am 19. Juni 2021 von Ulrich Würdemann
Dem Grafiker Maler und Zeichner A. Paul Weber ist in Ratzeburg ein Museum gewidmet. Er gilt als einer der Klassiker der politischen Karikatur in Deutschland – und ist aufgrund seiner antidemokratischen Haltung in der Zeit der Weimarer Republik umstritten, oder „als antifaschistisch missverstanden“.
Betrachtet man Webers politische Umgebung und sein Werk im Zeitkontext, so muss er als Antidemokrat, Zivilisationskritiker, Antisemit und rechter Gegner Hitlers bezeichnet werden.
Antidemokrat und Hitlergegner – Politik im Leben und Werk des A. Paul Weber, AntifaInfoBlatt 12.3.2005
Andreas Paul Weber wurde am 1. November 1893 in Arnstadt (Thüringen) geboren.
Die von Karlheinz Goetke gestaltete Büste von A. Paul Weber schmückte einst die ‚A. Paul Weber Realschule‘ im benachbarten Mölln. Als diese 2009 umbenannt wurde in ‚Gemeinschaftsschule Mölln‘, kam sie zunächst auf den Dachboden. Ein Möllner Kaufmann rettete sie, zeigte sie jahrelang in einer Goedtke-Dauerausstellung in Mölln. Als diese aufgelöst wurde, kam die Büste ins A. Paul Weber Museum in Ratzeburg.
A. Paul Weber starb am 9. November 1980 in Schretstaken (bei Mölln). Sein Grab befindet sich in Ratzeburg am A. Paul Weber Museum.
das A. Paul Weber Museum in Ratzeburg
Noch zu Lebzeiten Webers wurde am 1. November 1973 (Webers 80. Geburtstag) in Ratzeburg das A. Paul Weber Museum eröffnet.
Die Eröffnung des Museums erfolgte durch Bundespräsident Gustav Heinemann, der ein großer Bewunderer Webers war – und aus dessen Hand dieser 1971 das Bundesverdienstkreuz erhielt.
Eine Besonderheit des Museums ist das A. Paul Weber Lithostein – Lager im Keller. Etwa 700 Lithograpie-Steine aus Sollnhofner Kalk sind hier vorhanden, beideseitig genutzt, so dass von annähernd 1.400 Grafiken Webers der Lithostein erhalten ist.
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Eine Antwort auf „A. Paul Weber (1893 – 1980)“
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