einer der beiden 2mecs.
Schwulenbewegt, Aids- und Therapie-Aktivist. Von 2005 bis 2012 Herausgeber www.ondamaris.de Ulli ist Frankreich-Liebhaber & Bordeaux- / Lacanau-Fan.
Mehr unter 2mecs -> Ulli -> Biographisches
Erste Blicke, erste Schritte in die Ausstellung. Grafiken, Slogans, das längst berühmte Transparent der New Yorker Bus-Werbung, das Wojnarowicz-Plakat („Junge“), 1990) das jahrelang in unserer Wohnung hin. Bilder die Erinnerungen wecken – ach ja, stimmt ja.
Eine Installation mit Nan Goldins Photographien von Alf Bold. Lange her, dass ich die zuletzt gesehen habe. Wie schon damals gehen mir Nan Goldins Fotos auf ganz eigentümliche Weise nahe. Ihre (hier nicht zu sehenden) Aufnahmen von Gilles und Gotscho bringen mich immer noch zum Weinen, wenn sie mir begegnen.
Love Aids Riot Sex – mit einem zweiteiligen Ausstellungs-Projekt thematisiert die ’neue Gesellschaft für bildende Kunst‘ (nGbK) Berlin das Verhältnis von sozialen Bewegungen, Aids, Aids-Aktivismus und Kunst – und greift zurück auf die legendäre Ausstellung ‚Vollbild Aids‘ der nGbK im Jahr 1988. Der erste Teil der Ausstellung „Love Aids Riot Sex 1 – Kunst Aids Aktivismus 1987 – 1995“ wurde am 15.11.2013 in Berlin eröffnet.
Die Jahre zwischen 1988 und 1995, „eine Zeit größter Verzweiflung und massiver Entrüstung in der Aids-Krise“, steht im Mittelpunkt des ersten Teils der Ausstellung. „Der Umgang mit Aids wurde zum Prüfstein für Demokratie, Gleichberechtigung und Toleranz“ (Ausstellungstext) – und die Ausstellung will die Frage aufwerfen, ob sich in unserer Haltung 2013, 25 Jahre nach ‚Vollbild Aids‘ (1988) wirklich etwas verändert hat.
An Hubert Latham erinnert ein Denkmal nahe Sangatte an der französischen Kanalküste. Der französische Flug-Pionier versuchte als erster Mensch, den Kanal mit einem Flugzeug zu überqueren.
Der Franzose Arthur Charles Hubert Latham wurde am 10. Januar 1883 in Paris geboren. Er starb am 25. Juni 1912 auf einer Expedition in der damaligen französischen Kolonie (Generalgouvernement) Äquatorial-Afrika nahe dem Fort Archambault (im heutigen Tschad). Sein Grab befindet sich seit 1914 auf dem Friedhof Sainte Marie in Le Havre.
An Allerheiligen 1991 protestierte ACT UP Paris mit einer Aktion vor und in Notre Dame gegen die Haltung der katholischen Kirche zu Homosexualität und Kondomen.
„HIV? Ist doch kein Thema mehr!“ Ein Satz, der zunehmend zu hören ist. Wirksame Pillen, keine Infektiosität von Positiven bei effektiver Therapie, ein vergleichsweise ’normales‘ Leben von HIV-Positiven. Ja, die Realitäten des Lebens mit HIV haben sich für HIV-Positive wie auch für Ungetestete oder HIV-Negative verglichen mit Mitte der 80er bis Mitte der 90er sehr verändert. Aber: Ist HIV deswegen gleich wirklich „kein Thema mehr“?
Vor über 30 Jahren fing der Albtraum an, aus dem wir erst seit einigen Jahren wieder zu erwachen beginnen. Insbesondere in den ersten 15 bis 20 Jahren verwüstete die Aids-Krise schwules Leben, schwule Beziehungen und Infrastrukturen, wurde das Leben vieler Schwuler sowie männlicher und weiblicher Drogengebraucher, Hämophiler und Migranten traumatisiert. Statt optimistischer Zukunftsplanung wurden Sterben, Trauer und Gedenken notgedrungen unsere Themen.
Inzwischen hat sich die Realität des Lebens mit HIV im Vergleich zum „Jahrzehnt des Todes“ verändert. Wirksame Medikamente ermöglichen vielen ein weit „normaleres“ Leben, als noch vor 15 Jahren denkbar schien. Selbst eine Heilung scheint inzwischen denkbar. Aids-Organisationen feiern ihr 30-jähriges Bestehen, so auch die Deutsche AIDS-Hilfe in diesem Jahr. Aids ist in der Phase der geschichtlichen Aufarbeitung angekommen – Veranstaltungen befassen sich bereits rückblickend mit Aids und Aids-Aktivismus.
Aber trifft die These „HIV ist doch durch…“ wirklich zu? Oder geht sie mutig an der Wahrheit vorbei? Welche Perspektiven ergeben sich für die Zukunft? Werfen wir beispielhaft einen Blick auf vier Themen.
Seit 2003 gibt es sie – wieder, die Bordeaux Strassenbahn. Am 1. 12. 2003 nahm die Tramway de Bordeaux (früher TBC; seit April 2016 TBM Transports Bordeaux Métropole) ihren Betrieb auf. Sie ist inzwischen ein echtes Erfolgsmodell, mit 86 Millionen Fahrgästen (2016). Inzwischen wird das Netz um eine vierte ‚Linie D‘ ausgebaut.
Seit Ende 2003 fährt sie durch Bordeaux – und wird in mehreren Ausbau-Phase massiv erweitert: die Bordeaux Strassenbahn. Längst ist die Straßenbahn im Großraum Bordeaux zum wichtigsten Verkehrsmittel geworden.
Bordeaux: die Strassenbahn am Place des Quinconces
Die ersten drei Linien A, B und C gingen zwischen Ende 2003 und Frühjahr 2004 in Betrieb. In einer zweiten Pahse wurden sie zwischen 2006 und 2008 bedeutend erweitert. Seit 2009 wurde in einer dritten Phase das Netz erneut erweitert. Diesmal wurde inzwischen mehrfach die Rocade (Autobahnring um Bordeaux) überschritten, um vermehrt Pendlerströme zu erschließen. Seit 2016 ist insbesondere der Bahnhof von Blanquefort direkt an das Tramnetz (Linie C) angeschlossen. Seit 2. Februar 2012 ist auch die Vorstadt Villenave-D’Ornon direkt angeschlossen.
Die hängenden Gärten von Le Havre – der Botanische Garten von Le Havre, oder: ‚les jardins suspendus‘.
Hoch über der Stadt, in einem alten Fort aus dem 19. Jahrhundert, befindet sich seit wenigen Jahren der Botanische Garten von Le Havre.
Über 3.000 verschiedene Arten kann der Besucher hier auf 17 Hektar Fläche hoch über Le Havre gelegen entdecken teils in umfangreichen thematisch gegliederten Gewächshäusern, großenteils im umfangreichen Außengelände innerhalb des ehemaligen Forts und auf den früheren Befestigungsanlagen.
Besonderer Genuß dabei: der schon allein angesichts der Höhe immer wieder beeindruckende Panorama-Blick auf Stadt, Hafen Seine-Mündung und Kanal.
Geschaffen wurde der Botanische Garten von Le Havre erst im Jahr 2008. Er entstand auf einer Fläche von 17 Hektar, auf der sich zuvor das zwischen 1854 und 1858 errichtete Fort de Sainte-Adresse befand. Lange Zeit ungenutzt, beschloss die Stadt Le Havre im Jahr 2005, den zuvor lange Zeit unzugänglichen Ort neu zu erschließen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Immer wieder werden neue Erweiterungen angelegt.
Derzeit (August 2013) umfasst der Botanische Garten ‚Jardins Suspendus‚ von Le Havre:
Jardin des explorateurs contemporains (von hier beeindruckender Blick über Stadt, Hafen, Seine-Mündung und Kanal)
Jardin d’Amerique du Nord
Jardin d’Asie orientale
Jardin austral
Roseraie
la serre au nord, un abri bien chaud (Gewächshaus)
la serre au sud, au plaisir des sens (Gewächshaus)
Jardin d’essais (Beispiel-Gärten als Anregung zur eigenen Gartengestaltung)
Jardin Cayeux (Henri Cayeux und sein Sohn Louis Cayeux …)
Zum anschließenden Entspannen gibt der Salon de Thé im Innenhof Gelegenheit …
.
Botanischer Garten Le Havre – Fotos
Botanischer Garten in Le Havre , Blick auf Le HavreBotanischer Garten Le Havre
„Cultures et mémoires gays“, unter diesem Titel bot bietet das Office de Tourisme von Bordeaux 2013 schwul lesbische Stadtführungen – zweistündige Stadtführungen, die sich der Geschichte von Schwulen und Lesben in der südwestfranzösischen Großstadt widmet.
Bordeaux kann auf annähernd 2.300 Jahre Stadt-Geschichte zurück blicken. Seit Oktober 2013 können Bordeaux-Touristen wie auch Bordelaiser nun bei Stadtführungen nicht ’nur‘ die ‚offizielle‘ Stadtgeschichte aus verschiedensten Winkeln entdecken – sondern auch die Geschichte von Schwulen und Lesben in Bordeaux. Als erste Stadt Frankreichs außerhalb von Paris bietet nun Bordeaux schwul lesbische Stadtführungen an.
Bordeaux: Platz vor der Börse nachts
Alexandre Sentucq, 20jähriger diplomierter Stadtführer, bietet die zweistündige Führung in die schwullesbische Geschichte Bordeaux‘ seit Herbst 2013 an. Die Idee und das Konzept dazu hat Sentucq im Rahmen seines Studiums entwickelt. Er hat seine Idee dem Office de Tourisme (Verkehrsverein) der Stadt Bordeaux vorgeschlagen – und dieses hat es akzeptiert. Am 26. Oktober 2013 fand die erste ‚ Bordeaux schwul lesbisch ‚ Stadtführung statt.
Nach zweieinhalb Jahren Arbeiten wurde sie am 12.12.12 symbolisch eingeweiht, die neue Le Havre Strassenbahn .
Vom Bahnhof zum Strand – die neue Straßenbahn Le Havre (Tramway du Havre) bietet während der Fahrt ein beeindruckendes vielfältiges Panorama der französischen Hafenstadt. Mitten drin: das ‚Le Havre de la reconstruction‘, die von Auguste Perret wieder aufgebaute Innenstadt (Fotos hier), die seit 2005 UNESCO Welterbe ist.
Le Havre Strassenbahn nahe Porte Océane
Parallel zum Bau der Straßenbahn wurden die Straßen der Innenstadt aufgewertet. Über 2.300 Bäume und unzählige Sträucher wurden gepflanzt, öffentliche Gebäude saniert, Parks verschönert.
Le Havre Strassenbahn nahe Porte Océane
Bereits von 1874 bis 1951 besaß Le Havre einen Straßenbahn – dann ersetzten Busse die Tram. Die ’neue‘ Strassenbahn Le Havre (Typ Alstom Citadis 302, ähnlich auch in Bordeaux eingesetzt, dort aber 302 und 402, teilweise Oberleitungs-frei) verkehrt seit Dezember 2012 sieben Tage die Woche von 5:30 Uhr morgens bis halb eins in der Nacht, auf 13 Kilometer Streckennetz in Form eines ‚Y‘ mit insgesamt 23 Haltestellen. Um die Ober- und die Unterstadt mit einander zu verbinden, wurde ein 575 Meter langer Tunnel für die Strassenbahn Le Havre realisiert.
Insgesamt beliefen sich die Kosten für die Errichtung des neuen Straßenbahn-Systems in Le Havre auf 395 Millionen Euro.
Am 11. November 1943 zerstörten Bomben die Kirche von Audinghen. Der Architekt Alexandre Colladant (1912 – 1974) wurde beauftragt, am gleichen Ort eine neue Kirche zu errichten. Er schuf mit der Kirche Saint-Pierre ein beeindruckendes Monument neuer Gestaltung in Beton.
Audinghen ist eine Gemeinde (knapp 600 Einwohner) im Nordosten Frankreichs im Department Pas-de-Calais nahe dem bekannten Cap Gris Nez. Das von den deutschen Truppen besetzte Dorf wurde 1943 von Briten angegriffen und dabei völlig zerstört.
Nach dem Krieg wurde zunächst ein Wiederaufbau der zerstörten Kirche diskutiert, diese Idee wurde jedoch schnell zugunsten eines Neubaus fallen gelassen. Mit dem Entwurf der neuen Kirche St. Pierre Audinghen wurde Alexandre Colladant beauftragt, der zuvor 1958 das Gebäude der Krankenversicherung (CPAM) in Boulogne-sur-Mer entworfen hatte.
1954 wird das Projekt einer radikal neuen Gestaltung akzeptiert. 1959 begannen die Bauarbeiten an der neuen Kirche Saint Pierre, die 1960 fertiggestellt wurde. Geweiht wurde die im Besitz der Kommune befindliche Kirche am 3. April 1960 von Mgr. Perrin, Bischof von Arras.
Saint Pierre Audinghen – Fotos
Saint Pierre Audinghem
Noch vor Betreten der Kirche wird der Besucher begrüßt von dem Glas-Schriftzug „Voici la Maison de Dieu! … “
Saint Pierre Audinghem Glas-Schriftzug am Eingang
Der Besucher betritt einen zunächst recht dunkel wirkenden Raum, der sich bald in die Höhe und in die Breite öffnet.
Saint Pierre Audinghem Innenraum Eingangs-Situation
Altar-Fresko und Bildnis des heiligen Sebastian: Geneviève d’Andreis.
Seitlich neben der Kirche, umgeben von einem Wasserbecken, der Glockenturm aus Beton in Form einer Lyra, mit drei Glocken namens Marie, Marie-Francoise und Marie-Therese Charlotte, unter ihm die Taufkapelle.
Saint Pierre Audinghem GlockenturmSaint Pierre Audinghem Taufkapelle
Die Kirche wird (zumindest dem ausliegenden Informationsblättchen zufolge) von Besuchern gelegentlich auch für eine „Abschussrampe“ gehalten – was auf den ersten Blick unpassend erscheinen mag, hat sowohl historischen („V1“) als auch religiösen Bezug (der Tod als definitive Rampe zur Unendlichkeit Gottes).
Seit dem 2. Mai 2006 ist die Kirche von Audinghen als ‚Monument historique‘ eingetragen.
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional
Immer aktiv
Der Zugriff oder die technische Speicherung ist unbedingt für den rechtmäßigen Zweck erforderlich, um die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Abonnenten oder Nutzer ausdrücklich angefordert wurde, oder für den alleinigen Zweck der Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Voreinstellungen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Nutzer beantragt wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Aufforderung, die freiwillige Zustimmung Ihres Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht zu Ihrer Identifizierung verwendet werden.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.