Alstervergnügen 2012: Der Tag danach … Die Alster hat (nach vollen Tagen auf dem Eis) wieder ihre Ruhe …

Alstervergnügen 2012: Der Tag danach … Die Alster hat (nach vollen Tagen auf dem Eis) wieder ihre Ruhe …
Tag 2 des Alstereisvergnügens 2012: Voll war’s, sehr voll wurde es …
… und das Foto mit den ‚Piraten auf dem Eis‘ nach der Demo gegen ACTA is leider nix geworden 🙁 …
Seit 1981 gab es in Hamburg eine Gruppe für junge Lesben und Schwule: SCHWUSEL. Ich erinnere mich an schöne Zeiten bei Schwusel in den Jahren 1982 und 1983 – die Gruppe war eine Zeit lang einer der Mittelpunkte meines schwulen Lebens damals – von politischem Engagement bis zu Gruppentreffen, privaten Feiern und schönen Freundschaften.
Im schwulen Stadtführer Hamburg ahoi! (1. Auflage, 1981) stellt Schwusel sich u.a. folgendermaßen vor:
„Wir, Schüler, Studenten und Azubis im Alter bis ca. Mitte 20, haben uns seit Mitte 1980 zusammengefunden. Als junge Homoexuelle haben wir uns bewußt von den bestehenden Gruppen abgesetzt und als eigene Gruppe gegründet, weil wir meinen, daß unsere Situation sich von der ‚erwachsener‘ Schwuler und Lesben noch unterscheidet.“
Schwusel hatte auch eine eigene (kleine) Zeitung „SCHWUSEL – unabhängige Zeitung der schwul-lesbischen Jugend Hamburgs“ . In der erste Ausgabe 1983 wurde die Gruppe so vorgestellt:
„SCHWUSEL – aus SCHWU von SCHWUl und SEL von LESbisch – ist eine Selbsthilfegruppe schwuler und lesbischer Jugendlicher im Alter bis ca. 25 Jahre, die es seit Mai 1981 gibt. … SCHWUSEL hat im Januar 1983 ca. 50 Mitglieder. Einige von uns arbeiten im Forum Hamburger Lesben und Schwule mit.“
Koordiniert wurde Schwusel von einem ‚Kollektiv‘ (in dem ich zeitweise Mitglied war). Die Gruppe traf sich im JuZ St. Georg (Stiftstr.), später dann in den Räumen in der ersten Etage über dem ‚Tuc Tuc‘ in der Oelkersallee 5, wie auch das Titelbild der „SCHWUSEL-Zeitung Nr. 2/83“ zeigt:
Schwusel bestand vor allem auch aus zahlreichen Unter-Gruppen. So vermeldet die Schwusel-Zeitung 2/83 neben dem Kollektiv eine Coming-Out-Gruppe, eine Kennenlern-Gruppe, eine Provinz-Gruppe, die Freizeitgruppe, hinzu kam später z.B. eine Schul-Gruppe, eine Lesbengruppe, verschiedene Geprächskreise. Schwusel unterhielt zudem ein zwei Stunden pro Woche erreichbares „Schwusel Telefon“ – und war somit eine der ersten regelmäßig für junge Lesben und Schwule erreichbaren Anlaufstellen.
Eines der am leidenschaftlichsten innerhalb von Schwusel diskutierten Themen war übrigens … die Altersgrenze (ja, diese Debatte gab es ‚damals‘ auch schon …). Eigentlich war Schwusel ja für Menschen bis 25 Jahre gedacht. Je mehr sich einige Mitglieder jedoch dieser Grenze näherten, desto mehr kamen einige ins Nachdenken … und Debattieren, um die Altersgrenze.
Schwusel plante, sich auch aktiv am (damals noch in Planung befindlichen) MHC Magnus-Hirschfeld-Centrum zu beteiligen. Vertreter/innen der Gruppe nahmen an entsprechenden Gesprächen teil (hier lernte ich erstmals Hans-Georg Stümke kennen, damals einer der sehr aktiven Menschen in der UHA) – die Mitarbeit von Schwusel im MHC scheiterte letztlich, in meiner Erinnerung vor allem daran, dass die UHA von ihrer dominierenden und allein-entscheidenden Position nicht abweichen wollte.
Die Beschäftigung mit und Auseinandersetzungen um das Magnus-Hirschfeld-Zentrum und die UHA kosteten Schwusel viel Energie – sehr zum Leidwesen einiger Mitglieder, die der Ansicht waren, diese Energien seien besser für die Gruppe eingesetzt.
Die Schwusel-Zeitung Nr. 4 vermeldet schließlich (in einem Beitrag von ‚Intervention‘ angesichts des Auszugs des Beratungs-Vereins ‚Intervention‘ aus dem MHC):
„Wieder geht eine Illusion kaputt. Zwar gibt es weiter ein schwull-lesbisches Zentrum in Hamburg, und der UHA wird es sicher auch gelingen, in Kürze das Beratungs-Angebot des MHC zu gewährleisten. Aber der Traum, in diesem Zentrum auch die verschiedenen Strömungen der Szene zu einigen, ist wohl endgültig dahin. Eher haben sich die Gräben noch weiter vertieft, hat sich die UHA noch weiter isoliert.
Und viele engagierte Menschen haben im Laufe der 1 ½ Jahre Auseinandersetzungen viel Kraft verschleudert und Mut verloren. Von der verschwendeten Kraft an unserer gemeinsamen Sache selbst mal ganz zu schweigen.“
Willi Klinker, damals UHA, zog im gleichen Heft Bilanz:
„Der Sinn und Zweck des MHC ist es, sozusagen ein Forum für alle denkbaren schwulen, lesbischen und sexualpolitischen Aktivitäten zu sein. …
Klar gibt es Unterschiede in der Arbeitsweise zwischen der UHA und anderen Gruppen; dazu gehören auch Mentalitäts- und Stilunterschiede. Die UHA hat in ihrer Arbeit das Hauptaugenmerk auf dem „G.H.“, wie Bea T[…] vor kurzem ironisch formulierte – auf dem gewöhnlichen Homosexuellen.“
Vielleicht waren wir, waren einge Hamburger Lesben und Schwule, damals einfach „nicht gewöhnlich genug“ …
Das MHC, die UHA und die anderen Hamburger Lesben- und Schwulengruppen – es war eine leidige Geschichte, aber auch eine, die Erfahrungen lehrte.
Froh war ich einige Jahre später, dass es in Köln gelang, das dortige neu entstehende Schwulen- und Lesbenzentrum SchULZ um einen Trägerverein (‚Emanzipation e.V.) herum entstehen zu lassen, in dem nahezu alle damals in Köln aktiven Schwulen- und Lesbengruppen und -strömugen vertreten waren.
Wie schon das Alstervergnügen 2010, so gibt es 2012 ein Alstereisvergnügen 2012 auf dem Eis (nur der Aussenalster!):
Ab Freitag, 10.2.2012, 12:00 Uhr gibt’s offiziell (und erstmals seit 1997) wieder ein (Aussen-) Alstereisvergnügen mit genehmigten Verkaufsständen am Ufer der Aussenalster in Hamburg.
Zuletzt gab es im Januar 1997 genehmigte Verkaufsstände im Rahmen eines wochenendlichen Alstereisvergnügens, damals noch auf der zugefrorenen Alster. Eine Million Menschen sollen damals auf dem Eis gewesen sein.
Im Winter 2009/10 gab es erstmals Verkaufsstände am Alsterufer, mit zehntausenden Besuchern.
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„Alles was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“, Woody Allens Film aus dem Jahr 1972 könnte fast Pate gestanden haben für die zweite Auflage von „X.Y. Sex“.
Die Aquitanien-Gruppe der französische Aidshilfe-Organisation Aides (ansässig in Bordeaux) veranstaltet die ‚X.Y. Sex – La semaine des sexualités‘ vom 10. bis 18. Februar 2012. Im Mittelpunkt: alles über Sex und sexuelle Gesundheit, mit einem breiten Programm von einer Demonstration von SM-Praktiken über Diskussionsveranstaltungen bis zu einem kiss-in am Valentinstag.
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Düsseldorf Januar 2012: Spezialkräfte der GSG-9 verhaften einen Aidshilfe-Mitarbeiter unter dem Verdacht, die rechtsextreme Terror-Gruppe ‘NSU’ unterstützt zu haben. Wie kommt ein (ehemaliger) Rechtsextremer zur Aids-Hilfe?
Die Aids-Hilfe Düsseldorf hat sich in Reaktion auf die Verhaftung in einer Presseerklärung „von der rechten Szene und ihrem Gedankengut“ distanziert. Bei vielen Mitgliedern, Klienten und Angestellten hat die Verhaftung vermutlich Bestürzung ausgelöst, Fragen aufgeworfen. Die Aids-Hilfe Düsseldorf steht derzeit zudem unter erheblichem medialem Druck. Partner in Politik ebenso wie Unterstützer und Geldgeber haben Erwartungen, fordern vermutlich klare Worte. Insofern ist die Distanzierung der Aids-Hilfe Düsseldorf verständlich, vermutlich auch richtig, vielleicht sogar hinreichend.
Dies ist sie jedoch nicht für den Dachverband, die Deutsche Aids-Hilfe (die sich bisher außer in Form einer Übernahme der Düsseldorfer Presseerklärung nicht zu dem Vorgang geäußert hat).
„Recht auf Selbstbestimmung, Teilhabe und Solidarität“ und „verantwortungsvoll und solidarisch mit den Bedrohten und Betroffenen umgehen“ – Werte wie diese stehen im Mittelpunkt es Grundverständnisses von Aidshilfe, so formuliert im Leitbild der Deutschen Aids-Hilfe. „Deshalb setzen wir in unserer Arbeit auf das verantwortliche Handeln vernunftbegabter, einsichts- und lernfähiger, freier und gleichberechtigter Menschen“.
Politischer Extremismus egal welcher Richtung (insbesondere, aber nicht nur in seiner gewaltbereiten Form) ebenso wie religiöser Fundamentalismus (egal welcher Glaubensrichtung) bedrohen und gefährden diese Werte, diese Basis der Arbeit von Aidshilfe. Schon aus diesem Grund muss Aidshilfe in ihrem Reden und Handeln immer auch ihre Werte reflektieren und sich aktiv für sie einsetzen.
Sich von Extremismus und Fundamentalismus zu distanzieren, aktiv gegen sie und für Freiheit und Solidarität einzusetzen sollte also zum Wesen des Handelns von Aidshilfe gehören.
Ein Distanzieren von Extremismus und Fundamentalismus – wie es jetzt die Aids-Hilfe Düsseldorf gemacht hat – ist somit nicht nur verständlich. Es sollte für jede Aidshilfe selbstverständlich sein.
Distanzierung darf jedoch nicht alles sein. Aktive Schritte des Engagements gegen Extremismus sind erforderlich. Dieses Engagement darf nicht nur Lippenbekenntnis sein, es muss reales Handeln beinhalten.
Hierzu gehört dann auch, Aussteigern aus dem Extremismus, aktuell: der rechten Szene, eine reale Chance zu geben, eine Chance auf Neubeginn, auf einen persönlichen, menschlichen wie auch beruflichen Neuanfang.
Chance auf Neuanfang für Aussteiger, dies ist gesellschaftlich wie politisch wichtig im Engagement gegen Extremismus und Fundamentalismus. Und hier ist selbstverständlich auch Aidshilfe gefordert. Chancen geben, dies beinhaltet auch: Risiken eingehen. Risiko und der Umgang mit Chancen und Risiken – Themenfelder, die für Aidshilfe nichts Unbekanntes sind.
Dass die Aids-Hilfe Düsseldorf mit Carsten S. einem Aussteiger aus der rechten Szene diese Chance auf Neuanfang gegeben hat, ist also nur konsequent. Und es ist zu begrüßen.
Die Deutsche Aids-Hilfe ist gefordert, nicht nur das Selbstverständliche zu sagen, die Distanzierung von Extremismus und Gewalt. Sondern auch das Unbequemere:
Es ist wichtig, Aussteigern eine Chance auf Neuanfang zu geben.
Die Aids-Hilfe Düsseldorf hat, indem sie Carsten S. diese Chance auf Neuanfang gab, eine mutigen, einen richtigen Schritt gemacht.
Einen Schritt im Sinn der Werte von Aidshilfe. Ein Schritt, den der Dachverband begrüßen und unterstützen sollte.
Wie heisst es im Leitbild der Deutschen Aids-Hilfe?
„Deshalb setzen wir in unserer Arbeit auf das verantwortliche Handeln vernunftbegabter, einsichts- und lernfähiger, freier und gleichberechtigter Menschen“.
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Carsten S. hat im NSU-Prozeß gestanden und umfassend ausgesagt. Er wurde vom Oberlandesgericht München am 11. Juli 2018 zu einer Jugenstrafe von drei Jahren verurteilt.
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Text 21. April 2017 von ondamaris auf 2mecs
Franks Mutter hält sich zur Reha in St. Peter Ording auf (künstliches Kniegelenk) – der ‚Krankenbesuch‘ bescherte uns schöne sonnige Winter-Momente. Einige Impressionen (pour nos amis francais: version francais en bas):
La mère de Frank a reçu une articulation artificielle du genou et est à la rehabilitation à St.Peter Ording.
C’est un station balnéaire pas loin de Hambourg, ici un petit plan:
Am 24. Oktober 1938 stirbt der Bildhauer und Schriftsteller Ernst Barlach im Alter von 68 Jahren in einer Rostocker Klinik. Er wird in Ratzeburg beigesetzt.
Von 1877 bis 1884 lebte seine Familie in Ratzeburg, einer Kleinstadt im Süden von Schleswig – Holstein. Vater Dr. Georg Barlach betrieb im Haus in der Seestrasse neben der Stadtkirche St. Petri seine Arztpraxis.
Die Grabstätte der Familie Barlach befindet sich auf dem sog. ‚Vorstadtfriedhof‚ in Ratzeburg. Dort wurde auch Ernst beigesetzt.
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In Barlachs „Altem Vaterhaus“ befindet sich seit 1956 das Barlach-Museum. Betrieben wird es in Ratzeburg von der Ernst-Barlach-Gesellschaft, die auch das Barlach-Museum in Wedel betreibt. Besitzer des Hauses ist die Stadt Ratzeburg.
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Im Klosterhof des Ratzeburger Doms findet sich an der Nordwand seit 1978 die Barlach-Plastik „Der Bettler“ aus dem Jahr 1930. Es handelt sich um einen der acht 1978/79 auf Veranlassung der Nachlassverwaltung angefertigten Abgüsse des für die „Gemeinschaft der Heiligen“ am Katharinenkloster in Lübeck geschaffenen Werks. Der Abguss wurde dem Dom von der Familie Barlach geschenkt.
(alle Fotos: August 2011)
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Ratzeburg – Sehenswert zu Ernst Barlach:
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New York gibt sich vielleicht bald einen grossen Park – zur Erinnerung, zum Gedenken, an all die an den Folgen von Aids verstorbenen Bürger. Den New York City Aids Memorial Park. Bravo, möchte man rufen – und zugleich sich vor Scham weg beugen. Vor Scham darüber, wie, in welcher Form wir in Deutschland oftmals der an den Folgen von Aids verstorbenen Mitbürger gedenken.
Nur wenige Städte in Deutschland (unter ihnen Berlin, Frankfurt und Köln) haben überhaupt dem Gedenken der an Aids Verstorbenen gewidmete Orte. Viele Orte haben – nichts. Oder kleine Initiativen, die mit Veranstaltungen gedenken, aber keinen Ort des Erinnerns haben. Die Städte, die einen Ort des Aids-Gedenkens aufweisen können, haben nur selten eine Form gefunden, die mehr ist als die kleine Form. Gedenken und Erinnern an die an Aids Verstorbenen – jenseits der Welt-Aids-Tags-Rituale findet es nur noch selten statt, wird es kaum noch beachtet. Vergessliches Aids?
Michael Jähme fragte im November 2011 “Brauchen wir eine neue Kultur des Erinnerns?“. Die Frage steht immer noch im Raum, einer Antwort harrend.
Ein Aids-Gedenk-Park mitten in Berlin (oder Köln, Hamburg, Stuttgart, München …) – warum nicht? Platz hat die Stadt genug – und allein in Berlin sind Tausende Menschen bisher an den Folgen von Aids verstorben.
Sollten wir die Kampagne für einen Aids Memorial Park in New York zun Anlass nehmen, auch hierzulande neu über Erinnern und Gedenken nachzudenken – und aktiv zu werden?
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Text 21. April 2017 von ondamaris auf 2mecs
Die Stadt New York hat im West Village einen Park als Aids-Gedenk-Ort errichtet – den Aids Memorial Park.
Ein Park zum Gedenken an die vielen tausend Aids-Toten der Stadt – das soll es nach dem Willen einer 2011 breit lancierten Kampagne in New York geben. Anfang 2012 wurde der Sieger des Design Entwurfs vorgestellt.
New York ist von der Aids-Epidemie besonders betroffen. Bereits 1981 wurde der erste Aids-Fall in New York City berichtet. Allein für das Jahr 2009 wurde nach Angaben des New York City Department of Mental Health and Hygiene geschätzt, dass weit über 100.000 Menschen mit HIV in der Stadt leben. Über 1.600 Menschen starben allein 2009 in New York City an den Folgen von Aids. Allen an den Folgen von Aids verstorbenen Bürgern New Yorks soll nun mit einem neu zu errichtenden Aids memorial park gedacht werden.
Sieger des im November 2011 gestarteten Design Wettbewerbs für einen Park-Entwurf: die Gruppe ’studio a+1′ (Mateo Paiva, Lily Lim, John Thurtle, Insook Kim, Esteban Erlich). Der Park soll dem Sieger-Entwurf zufolge mit drei Wänden von den ihn umgebenden Starssen abgeschirmt werden. In dem sich ergebenden Dreieck sollen Bäume wachsen. Getrennte Statuen, Skulpturen oder Plaketten soll es nicht geben. Der Park solle von der Reflektion über die Weite des Waldes leben. Unter dem Park soll ein Dokumentaionszentrum (learning centre) errichtet werden.
Der ‚Aids memorial park‘ könnte auf der so genannten ‚Triangle Site‘ entstehen. Die ‚Triangle Site‘ ist Teil des Geländes des ehemaligen St. Vincent’s Hospital und wird gebildet aus den drei Strassenzügen 7th Avenue, 12th Street und Greenwich Avenue. Der zukünftige Park läge zudem direkt gegenüber dem LGBT Community Center. Das Gebiet des ehemaligen St. Vincent’s Hospital wird derzeit restrukturiert.
Das frühere St. Vincent’s Hospital war die erste Einrichtung, in der Aids-Patienten behandelt wurden. Lange Zeit stellte es sozusagen den Mittelpunkt, das Epizentrum der Aids-Epidemie in New York dar.Das Krankenhaus ging im April 2010 pleite. Das Gelände wurde an eine Entwicklungs-Firma verkauft, die hier Luxuswohnungen errichten will. Allerdings wurden die Entwickler verpflichtet, als Teil des Projekts öffentliche Räume zu entwickeln und bereit zu stellen.
Die Initiative ‚Aids memorial park – campaign for a beautiful memorial park at St. Vincent’s campus‘ wurde 2011 gegründet. Ziel ist es, mit dem Park der über 100.000 Männer, Frauen und Kinder zu gedenken und sie zu ehren, die in New York City an den Folgen von Aids gestorben sind.
Der Eigentümer des Geländes Triangular Space, ‚Rudin Management‘, hat den mit dem ersten Preis prämierten Gestaltungs-Entwurf sofort nach Bekanntgabe zurückgewiesen. Man sei bereit, mit der Initiative für den ‚Aids Memorial Park‘ zusammen zu arbeiten. Der von ‚a+1‘ vorgerlegte Entwurf würde aber zu Verzögerungen im Baufortschritt führen und werde deswegen abgelehnt.
Bill Rudin, geschäftsführendes Vorstandsmitglied (CEO) von ‚Rudin Management‘ kündigte stattdessen an, das Unternehmen wolle mit seinen eigenen Planungen für das Gelände voranschreiten, man habe den Landschaftsplaner Rick Parisi damit beauftragt. Dabei solle sowohl der an den Folgen von Aids Verstorbenen gedacht als auch an die 160jährige Geschichte des St. Vincent’s Hospital erinnert werden.
Im September 2012 hat das Community Board ein modifiziertes Design für den in New York geplanten Aids Memorial Park auf dem Gelände des ehemaligen St. Vincent Hospitals verabschiedet.
Bis Oktober könnte der Planungs-Prozeß für den Aids Memorial Park abgeschlossen sein. Ein endgültiges Budget für die Realisierung wurde allerdings noch nicht beschlossen.
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siehe auch Kommentar: Wie wichtig sind uns Erinnern und Gedenken an die an Aids Verstorbenen?
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Text 21. April 2017 von ondamaris auf 2mecs, zuletzt aktualisiert 12. September 2012